FeelGood Decision-Making

Systemisches Konsensieren

Kennst Du schon Systemisches Konsensieren?

Zugegeben: der Name ist tatsächlich nicht sehr sexi und klingt nach Pädagogensprech.

Jedoch ist diese Methode der Entscheidungs- und Lösungsfindung so genial, dass sie ein absolutes Muss innerhalb der New Work werden sollte.

Besonders Führungskräfte sollten diese Methode kennen und beherrschen.

Warum Decision-Making?

Da der Prozess des Systemischen Konsensierens alle Beteiligten motiviert, sich kreativ mit eigenen Vorschlägen in den Entscheidungs- und Abstimmungsprozess einzubringen. Dadurch werden Entscheidungen getroffen, die die tragfähigste Lösung darstellen und nachhaltig vom gesamten Team getragen werden.

Die Haltung

Freiwilligkeit und Menschenwürde sind Grundhaltungen des SK-Prinzip. Außerdem sind die Bedürfnisse aller Betroffenen gleich wichtig.

Es findet ein Paradigmenwechsel statt: Bedenken werden als kreatives Potential, als Geschenk für den Diskurs angenommen.

Dies empfinde ich als magischen Baustein innerhalb eines Innovationsprozesses.

Wertschätzung und ein kooperatives Mindset werden geschaffen.

Das deckt sich zu 100 % mit FeelGood Management.

Der Unterschied zum Mehrheitsbeschluss

Mehrheitsbeschluss

 Ich konstruiere hier für dich ein simples Beispiel. Dies einfache Beispiel macht sofort offensichtlich, warum ich vom Systemischen Konsensieren so überzeugt bin.

Ein Team aus 9 Personen muss eine Entscheidung über 3 Vorschläge treffen.

Die Stimmverteilung ist am Ende wie folgt:

Vorschlag 1 hat 3 Ja-Stimmen,

Vorschlag 2 hat 4 Ja-Stimmen und

 Vorschlag 3 hat 2 Ja-Stimmen bekommen.

Vorschlag 2 kann die meisten Stimmen auf sich vereinigen und muss somit angenommen werden.

Was man dabei völlig vernachlässigt ist, dass die Stimmen, die Vorschlag 2 nicht zugestimmt haben in der Überzahl sind. Nämlich die Ja-Stimmen für Vorschlag 1 + der Ja-Stimmen für Vorschlag 3 = 5 Stimmen. Mir stellt sich da die Frage, warum eine Mehrheit den Beschluss einer relativen Mehrheit schweigend mittragen muss. Wir kennen es, dass gerade solche Konstellationen ein hohes Konfliktpotential mitbringen. Wie man auf meinem Bild auch schön erkennen kann, entstehen durch solche Abstimmungsergebnisse auch oftmals verhärtete Fronten, gegen die Gruppe, die den Mehrheitsbeschluss für sich entscheiden konnte.

Wenn die Möglichkeit eines Vetos bestünde, wäre im übrigen alles blockiert und man müsste von vorne beginnen.

Systemische Konsensierung

Du und 3 Kolleg*innen wollt After Work essen gehen. 2 Restaurants stehen zur Auswahl.

Vorschlag 1: Das beliebte vietnamesische Restaurant.

Vorschlag 3: Das neue vegetarische Restaurant unten im Haus.

Beim Systemischen Konsensieren verteilst Du für jeden Vorschlag Widerstandspunkte auf einer Skala von 0 - 10. Du stellst dir also die Frage, wie hoch ist mein Widerstand gegen diesen Vorschlag! 0 = gar kein Widerstand, 10 = maximaler Widerstand und die Bereiche dazwischen. Diese Bewertungspunkte stehen dir komplett für jeden einzelnen Vorschlag zur Verfügung, so dass ein detailliertes Stimmungsbild entsteht. Aus den Widerstandspunkten wird errechnet, welcher Vorschlag die höchste Akzeptanz in der Gruppe hat.

In diesem Beispiel ist es das vegetarische Restaurant. Der Widerstand ist mit 11 Punkten geringer als der Widerstand für das vietnamesische Restaurant. Daraus habe ich über eine feste Formel ermittelt, dass die Akzeptanz bei über 70 % liegt.

Die Bewertungsmatrix für dieses Beispiel:

Innerhalb des Prozesses des Systemischen Konsensierens geschieht also etwas komplett Anderes. Es kann nicht geschehen, dass eine Minderheit über eine Mehrheit "siegt", die den Beschluss hinnehmen muss. In diesem demokratischen Entscheidungsverfahren dürfen alle Gedanken zum tragen kommen und fließen in den Entscheidungsprozess als Impuls ein. Daraus entsteht in der Gruppe ein hohe Zufriedenheit, was dazu führt, dass die Entscheidungen von allen in der Gesamtheit mitgetragen werden. Da alle Einwände berücksichtig werden, ist das Konfliktpotential maximal reduziert und die Akzeptanz für die Entscheidungen sehr nachhaltig.

Systemisches Konsensieren & VOPA-Prinzip

Vernetzung, Offenheit, Partizipation, Agilität

Vielleicht hast du meine Seite FeelGood Management schon gelesen. Dort beschreibe ich das VOPA-Prinzip. 

Auch das VOPA-Prinzip wird beim Systemischen Konsensieren zu 100 % abgebildet.

 Offenheit

Das SK-Prinzip beinhaltet einen achtsamen Umgang miteinander. Das ermöglicht maximale Offenheit.

Partizipation 

Innerhalb des SK-Prinzips erhalten alle Bedenken Raum. Dadurch wird Partizipation natürlicher Weise gefördert.

 Mitdenken · Mitentscheiden · Mitmachen.

Agilität

Innerhalb des Prozesses des Systemischen Konsensierens ist es möglich, auf jegliche Komplexität einer Fragestellung einzugehen. Kerntools sind dabei die Einwandsfrage und/oder die Fortsetzungsfrage. 

 Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP).


Make it !

Du möchtest die Methode des Systemischen Konsensierens gerne lernen und zu einem Teil deiner Unternehmenskultur werden lassen? Einfach Kontakt zu mir aufnehmen! Ich freue mich, wenn ich dir ein individuelles Angebot für ein Seminar machen darf.

Stephanie Kohlsaat FeelGood Management mit My Office Dog
Stephanie Kohlsaat FeelGood Management mit My Office Dogs